Leitfaden Gärstockung: Ursachen-Vorbeugung-Behebung

 

Teil 1: Wie lassen sich Gärstockungen vermeiden?

Züchten Sie Hefe nicht selbst fort!

Wählen Sie den richtigen Hefestamm!

Richten Sie sich nach der empfohlenen Hefedosierung und rehydratisieren Sie korrekt!

Kontrollieren Sie die Anstelltemperatur!

Achten Sie auf die richtige Ernährung der gärenden Hefe!

Es ist sehr wichtig, die Nährstoffversorgung vor der Gärung zu überprüfen. Allgemein gilt, dass Moste mit weniger als 140-150 mg/l hefeverwertbarem Stickstoff zu Problemgärungen neigen. Geringe Stickstoffgehalte lassen normalerweise auch auf geringe Vitamin- und Minaralstoffgehalte schließen. Vitamine und Mineralien sind Cofaktoren für enzymatische Reaktionen. Mangel an diesen Cofaktoren kann die Gärung verlangsamen oder bestimmte Stoffwechselprozesse völlig verhindern. Deshalb ist es ratsam, einen komplexen Hefenährstoff, z.B. ANCHOR-Nutrivin oder ANCHORFERM zu verwenden, der nährstoffarmen Mosten auch Vitamine und Mineralstoffe liefert, statt nur den Stickstoffgehalt durch Zusatz von DAP zu erhöhen.

Vergären Sie Moste mit ursprünglich wenig hefeverwertbarem Stickstoff auch nach Stickstoffzugabe stets mit einem robusten Hefestamm, der nicht nur einen geringen Stickstoffbedarf, sondern auch eine hohe Alkoholtoleranz hat. Eine Gärstockung ist sehr viel häufiger ein kumulativer Effekt von mehreren Stressfaktoren als nur die Folge eines einzigen Missstands.

Kontollieren Sie das Bakterienwachstum!

Teil 2: Wie lassen sich schleppende Gärungen behandeln?

Teil 3: Wie können Gärstockungen behoben werden?